lebenszeichen

•Juni 10, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

immer mal wieder war da dieses schlechte gewissen, dass ich hier alles schleifen lass. aber was soll man oder frau tun, wenn es einfach keine guten geschichten gibt. ich könnte darüber schreiben, dass die arbeit jetzt sehr viel mehr spass macht. die schweine (mukels) alle doof sind und inzwischen zu viert, weil es jetzt noch einen kastrierten herren gibt, der leider noch eine woche durch gitter von den damen getrennt leben muss. dass ich nicht verstehe wie hier jedem zweiten das reißverschußprinzip (2 spuren werden zu einer) unklar zu sein scheint. mal ganz abgesehen davon, dass sie auch noch zu blöd sind sich zu merken wo man beim durchfahren eines kreisverkehrs blinken muss und wo eben nicht. es gäber sicher noch das ein oder andere anekdötchen, aber nichts davon fühlt sich gut genug an, um es wirklich zu veröffentlichen.

ich lechtze auch wieder nach einer geschichte. einfach ohne plan vor mich hin schreiben. aber es will nicht. da ist was verstopft und ich hab noch nichts gefunden, was den haarknoten zum platzen bringt.

ach und da ist auch noch ganz viel selbstmitleid, weil mein blog so einfach vor sich hin dümpelt und ich es ja so verdammt schwer hab. *seufz*

na vielleicht wirds besser. wobei. wenn jetzt wirklich mal sommer kommt bin ich hoffentlich eher auf der terasse und weniger am schläppi *hoff*

•April 14, 2010 • 4 Kommentare

in der liebe gibt es immer einen verlierer: den der mehr liebt. ich weiß gar nicht mehr wer diesen satz mal zu mir gesagt hat. ob es ein verletzter ex-freund oder einfach innerhalb einer unterhaltung war.  wenn ich an zurückliegende beziehungen denke, fällt es mir schwer zu sagen, dass einer mehr liebte.  sicher, wenn die beziehungen zu ende sind gibt es meist einen verlassenen und einen der geht und damit wohl weniger liebt. aber da ist die liebe ja schon vorbei und sie war mal da. ich kann mich nicht erinnern, dass sich mir diese frage je gestellt hat. weder aus der einen noch aus der anderen perspektive. ich bin mir auch nicht sicher ob eine er positionen erstebenswert ist. liebt man mehr, ist man der dumme, der am ende verliert. liebt man weniger, ist man irgendwie der moralische arsch, der zu wenig liebt und mal lieber noch ne schippe drauf legen sollte.

schwierig. irgendwie.

saumäßig süß

•März 28, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

ich habe heute mal versucht die mukels zu knipsen. habe mit haferflocken, gurke, salat und möhrchen gelockt. hier das ergebnis. die süßesten, knuffigsten und mukeligsten kleinen diven *hachz*

ossi-wessi-wossi-wtf

•März 15, 2010 • 3 Kommentare

ich saß heute mal wieder in der schule. ich besuche ja mehr oder weniger freiwillig eine berufsbildende schule, aber das ist ein ganz anderes drama. auf jeden fall saß ich da und war mal wieder sehr nah dran, mit dem kopf auf den tisch einzuschlagen und zu rufen „gott, wirf hirn vom himmel!“. wir durften verkehrsgeografie üben, was beinhaltet, dass man städte entlang einer fahrstrecke oder autobahn in die richtige reihenfolge bringt. mit einem atlas. wir sehen der anspruch an die schüler ist tatsächlich überschaubar. da sitzen wirklich ca 75% der schüler da und beschweren sich, dass es unfair wäre, da ist ja auch der osten dabei. das könne man ja gar nicht wissen.
da bin ich froh, dass ich keine effektive waffe besitze. da ich den altersdurchschnitt um das ein oder andere jahr erhöhe, kann man davon ausgehen, dass die lieben mitschüler zwischen 19 und 23 sind. sie waren also zum zeitpunkt der wende in einem alter, in dem sie bestenfalls wussten wo „zuhause“ ist und die oma wohnt. warum also ist es unfair, dass da der osten dabei ist? dann müsste es doch genauso unfair sein, dass da bayern dabei ist oder schleswig holstein. aber nein, der böse osten wird dafür sorgen, dass sie ganz sicher durchfallen. weil 20 jahre nach der wende ist es völlig nachvollziehbar, dass man nicht wissen kann wo dresden liegt, oder ob jena weiter östlich liegt als eisenach.
und überhaupt. die ossis sind ja eh alle komisch. durfte ich mir übrigens von einem waschechten türken mit arragierter ehe und allem pipapo erklären lassen.
ich kann mich grad nur völlig zusammenhanglos über so viel ignoranz und dummheit aufregen. ich hab schon echt tolle wessis kennen gelernt. und so richtig bescheuerte wessis. komischerweise ist es mir mit den ossis genauso ergangen.
ich werde mich demnächst mal beschweren, dass ich mich benachteiligt fühle, weil NRW in der Klausur vorkam und die mitschüler ja entscheidende vorteile hätten, die ich nicht hatte. so! ich kann auch dämlich!

fields of gold

•Februar 25, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

ein dreiviertel volles glass rosé, ein warmer sommerabend, ein schaukelstuhl, ein kuss … assoziationen wenn ich dieses lied höre

wechselhaft mit sonnigen abschnitten

•Februar 10, 2010 • 1 Kommentar

so würde ich meinen derzeitigen gemütszustand beschreiben. mir war immer klar, es würde nicht ewig alles toll, rosarot und spielend einfach bleiben. und doch bin ich überrascht. ein wenig sprachlos stehe nun vor der erkenntnis, dass das süße leben wieder vorbei ist. es ist nicht der alltag. nicht die beziehung. vielleicht ein wenig der job. in erster linie aber, bin ich es.

ich weiß nichts mehr mit mir anzufangen. es gäbe viele dinge, die mir einfallen. ich könnte endlich die socken fertig stricken. ich könnte eines der 3 bücher zuende lesen, die ich angefangen hab. ich könnte die farben wieder auspacken und ein bild malen. oder einfach durch die wohnung wuseln und das chaos beseitigen. und was tue ich? ich liege unfähig zu bewegung auf dem sofa und starre den fernseher an. ja. ich starre drauf. ich kriege gar nicht wirklich mit was dort passiert. hauptsache es flimmert.

ich möchte mich am liebsten selbst anschreien und so richtig kräftig in den hintern treten. doch es scheint keine kraft da zu sein. die bange frage schwebt über den sofa. die frage, ob die phase mit dem kalten, dunklen wetter wieder weiter zieht oder bleibt. ich weiss was es bedeutet, wenn sie bleibt. darum kreisen meine gedanken, während der fernseher vor meinen augen flimmert und eine hartz iv familie ihren letzten rest würde im tv verliert.

was also tun? zum spass haben zwingen? kindersicherung im fernseher? im job die augen zu und durch methode? ich weiß es nicht. aber ich bin aufmerksam und genieße die sonnigen abschnitte. vielleicht braucht man auch die kleinen schneeschauer, um die sonne danach auf weißen dächern glänzen zu sehen.

zuhause

•Januar 22, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

es gibt da dieses gefühl. ein gefühl von zuhause. es ist nicht zwingend mit einem ort verbunden. manchmal ist es einfach da. ich bin zufrieden. nein mehr als das. ich bin eins mit mir und meiner umwelt. es gibt nichts was anders sein sollte, nichts was diesen moment besser machen könnte.

ich kannte dieses gefühl lange nicht. ich musste erst weit von daheim weg gehen um mich und mein ganz persönliches zuhause zu finden. es gibt auch immer noch bange momente, selbstzweifel und tränen, aber es hat alles eine balance gefunden.

was ich damit sagen will? es geht mir gut. ich bin glücklich. und ich bin zuhause.

neue mitbewohner

•Januar 12, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

na längerem hin und her haben wir uns im november 3 allerliebste kleine mitbewohner zugelegt. 3 diven. weiber. vielfräße. kurz 3 kleine meerschweinchen. wie es sich für eine diva gehört sind sie alle ziemlich fotoscheu und es braucht viele anläufe um ein einigermaßen ordentliches bild zu bekommen. ich darf also vorstellen: B-Ko. das clevere schwein. das such-schwein. die arme sau, mit der wir schon zum doc mussten, weil es eine dicke backe hatte.

winterschlaf

•Januar 8, 2010 • 1 Kommentar

ja, ein wenig scheint hier im blog der winterschlaf ausgebrochen zu sein. dank einem kleinen stubbser von seiten des herrn spritkopf werde ich besserung geloben und hiermit zumindest ein lebenzeichen geben.
es ist ja nicht so als hätte ich nichts geschrieben, aber die artikel haben es einfach nicht bis zur veröffentlichung geschafft und werden wohl auf immer in den tiefen der entwürfe ihr dasein fristen. und es gab einen umzug und die damit verbunde abwesenheit einer dsl-leitung.
ach ja … wir wissen warum der teufel die schwiegermutter erschlagen hat.
nichts desto trotz wird neues kommen. wohl auch endlich der schweinereien-content. man kann gespannt sein. muss es aber nicht.

vertrauen

•November 9, 2009 • 1 Kommentar

vertrauen

was genau ist eigentlich vertrauen? mal ein definitionsversuch.

vertrauen ist ein elementares organisationsprinzip in zwischenmenschlichen austauschprozessen. [..] vertrauen kann definiert werden als eine „…freiwillige erbringung einer riskanten vorleistung unter verzicht auf explizite vertragliche
sicherungs- und kontrollmaßnahmen gegen opportunistisches verhalten in der erwartung, dass der vertrauensnehmer motiviert ist, freiwillig auf opportunistisches verhalten zu verzichten.“¹

an dieser definition fällt mir auf, dass vertrauen hier nichts ist, was im landläufigen sinne aufgebaut wird, sondern etwas, von dem man beschließt, dass man es hat. ich vertraue einem menschen in vorleistung und hoffe darauf, dass mein vertrauen nicht enttäuscht und bestenfalls sogar belohnt wird. so habe ich das auch mein leben lang gehalten. ich bin damit auf die nase gefallen und ich hatte auch viel glück.

die frage, die ich mir aber immer mal wieder stelle, ist: wie oft muss man enttäuscht werden, um zu erkennen, dass das vertrauen missbraucht wurde?

unser vertrauen wird immer mal wieder erschüttert. das vertrauen in die eltern, in die beste freundin, in den partner. das ist etwas mit dem wir wohl oder übel leben müssen. auch ich habe schon des öfteren das in mich gesetzte vertrauen nicht verdient. in meinem leben gibt es sowohl kleine notlügen, als auch große lügen. ich bin niemand, der menschen eine 2. chance verwehrt. wegen mir auch eine 3. die obige definition von vertrauen sagt aus, dass es freiwillig und ohne mögliche kontrolle in der erwartung von gegenseitigkeit gegeben wird. also muss man sich entscheiden trotz einer enttäuschung wieder zu vertrauen. so etwas wie den aufbau von vertrauen gibt es nach dieser definition nicht. man gibt es oder nicht.

wie soll man also das häufig genutzte „wiederaufbauen von vertrauen“ nach enttäuschungen verstehen? ist es ein lernen, dass wenn ich vertraue, ich nicht zwingend enttäuscht werde? aber dann habe ich im ersten schritt ja schon vertraut. es muss also unterschiedliche abstufungen im vertrauen geben. vertraue ich jemandem weit genug, als dass er mich wirklich zum vereinbarten zeitpunkt zum kaffee trifft oder vertraue ich jemandem so weit, dass ich mich in sein auto setzte und entspannt einschlafen kann. vertraue ich, dass der partner ehrlich ist oder vertraue ich, dass die nachbarin wirklich im urlaub meine blumen nicht vergisst zu giessen.

sollte die nachbarin es vergessen, geht es den blumen nicht so gut und ich weiß im nächsten urlaub frage ich sie nicht wieder. ende der geschichte. ist der partner nicht ehrlich wird die situation schon komplexer. ist es eine kleine unbedeutende lüge, hatte er einen sturztrunkenen one-night-stand oder eine wochenlange affäre? was ist die angemessene reaktion?  wo ist der punkt, an dem man keinen weiteren vertrauensvorschuss mehr geben kann oder sollte?

¹ vgl http://schmengler.hoelterhoff.eu/anhang/Inhalt/Definitionen/Def_Vertrauen.pdf

 
Follow

Get every new post delivered to your Inbox.