vertrauen

•November 9, 2009 • Kommentar schreiben

vertrauen

was genau ist eigentlich vertrauen? mal ein definitionsversuch.

vertrauen ist ein elementares organisationsprinzip in zwischenmenschlichen austauschprozessen. [..] vertrauen kann definiert werden als eine „…freiwillige erbringung einer riskanten vorleistung unter verzicht auf explizite vertragliche
sicherungs- und kontrollmaßnahmen gegen opportunistisches verhalten in der erwartung, dass der vertrauensnehmer motiviert ist, freiwillig auf opportunistisches verhalten zu verzichten.“¹

an dieser definition fällt mir auf, dass vertrauen hier nichts ist, was im landläufigen sinne aufgebaut wird, sondern etwas, von dem man beschließt, dass man es hat. ich vertraue einem menschen in vorleistung und hoffe darauf, dass mein vertrauen nicht enttäuscht und bestenfalls sogar belohnt wird. so habe ich das auch mein leben lang gehalten. ich bin damit auf die nase gefallen und ich hatte auch viel glück.

die frage, die ich mir aber immer mal wieder stelle, ist: wie oft muss man enttäuscht werden, um zu erkennen, dass das vertrauen missbraucht wurde?

unser vertrauen wird immer mal wieder erschüttert. das vertrauen in die eltern, in die beste freundin, in den partner. das ist etwas mit dem wir wohl oder übel leben müssen. auch ich habe schon des öfteren das in mich gesetzte vertrauen nicht verdient. in meinem leben gibt es sowohl kleine notlügen, als auch große lügen. ich bin niemand, der menschen eine 2. chance verwehrt. wegen mir auch eine 3. die obige definition von vertrauen sagt aus, dass es freiwillig und ohne mögliche kontrolle in der erwartung von gegenseitigkeit gegeben wird. also muss man sich entscheiden trotz einer enttäuschung wieder zu vertrauen. so etwas wie den aufbau von vertrauen gibt es nach dieser definition nicht. man gibt es oder nicht.

wie soll man also das häufig genutzte „wiederaufbauen von vertrauen“ nach enttäuschungen verstehen? ist es ein lernen, dass wenn ich vertraue, ich nicht zwingend enttäuscht werde? aber dann habe ich im ersten schritt ja schon vertraut. es muss also unterschiedliche abstufungen im vertrauen geben. vertraue ich jemandem weit genug, als dass er mich wirklich zum vereinbarten zeitpunkt zum kaffee trifft oder vertraue ich jemandem so weit, dass ich mich in sein auto setzte und entspannt einschlafen kann. vertraue ich, dass der partner ehrlich ist oder vertraue ich, dass die nachbarin wirklich im urlaub meine blumen nicht vergisst zu giessen.

sollte die nachbarin es vergessen, geht es den blumen nicht so gut und ich weiß im nächsten urlaub frage ich sie nicht wieder. ende der geschichte. ist der partner nicht ehrlich wird die situation schon komplexer. ist es eine kleine unbedeutende lüge, hatte er einen sturztrunkenen one-night-stand oder eine wochenlange affäre? was ist die angemessene reaktion?  wo ist der punkt, an dem man keinen weiteren vertrauensvorschuss mehr geben kann oder sollte?

¹ vgl http://schmengler.hoelterhoff.eu/anhang/Inhalt/Definitionen/Def_Vertrauen.pdf

stöckchen-lust

•November 9, 2009 • Kommentar schreiben

ich glaube ja stöckchen sind völlig out, was mich nicht davon abhält mal wieder zu beweisen, dass ich anders bin als andere kinder.

Das Leben ist… ein drahtseilakt
Sterben müssen heißt… zu hoffen allen wichtigen menschen zu sagen was sie einem bedeuten
Menschen können… sehr verletzen
Menschen sollten… besser auf sich achten
Die Welt braucht… eine lösung für das energieproblem
Das Wichtigste im Leben ist… mit sich selbst glücklich zu sein
Unwichtig ist… was andere denken
Vergangenheit ist… nicht löschbar
Zukunft bedeutet… hoffnung
Zeit ist… unbedingt zu nutzen
Liebe ist… ein gefühl wie zuhause
Freunde haben ist… unverzichtbar
Glück ist… subjektiv
Gefühle sind… manchmal trügerisch
Konflikte bedeuten… fortschritt
Hoffnung ist… ein lächeln
Glauben können ist… vertrauen
Träume sind… kleine welten
Visionen sind… nötig
Veränderung bedeutet… leben
Stagnation bedeutet… tod
Ich brauche… liebe
Angst habe ich vor… einsamkeit
Mut bedeutet… die eigenen wünsche zu leben
Das Allerschwerste ist… die eigenen wünsche zu leben ohne andere zu verlieren
Es ist so leicht… nachzugeben
Verlieren bedeutet… dennoch weiter zu machen
Gewinnen heißt… dass man gespielt hat
Perfekt sein bedeutet… dass man keine person ist, die ich mögen würde
Versagen ist… eine essentielle erfahrung
Verlust ist… traurig
Schmerz ist… teil des lebens
Arbeiten bedeutet… bewegung
Geld bedeutet… sicherheit
Leistung ist… zu erbringen
Stärke ist… trotzdem zu lächeln
Phantasie kann… das leben verschönern
Kreativität ist… ein ventil
Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen… werden nie glücklich mit dem ergebnis
Gesundheit für meine Lieben… wünscht sich doch jeder, oder?
Gerechtigkeit… ist schwer erreichbar
zufriedenheit …will ich erreichen.
die lippen …mag ich an mir besonders.
die hände …hasse ich an mir.

das fenster zum hof .. äh .. nee auto

•Oktober 3, 2009 • Kommentar schreiben

babyautoda geht man früh, zu unchristlicher stunde zu seinem auto, um den neuen arbeitgeber mit der eigenen pünktlichkeit von der richtigkeit seiner entscheidung zu überzeugen und sieht schon auf den ersten blick, dass da was nicht stimmen kann. man war zwar schon etwas fertig beim abstellen des autos am vorabend, jedoch würde man sich erinnern, wenn man es noch durchwühlt hätte. oder? bestimmt!

also schließt man auf und beginnt immer noch verwundert das erste chaos zu beseitigen. irgendwann schaut man auf dieses kleine fach, in dem man kleingeld aufbewahren kann. und tatsächlich dort fehlen die 1,50 euro, die am vorabend definitiv noch da waren. jetzt schaut man sich mal vorsichtig um und stellt fest, dass die beifahrertür nicht abgeschlossen ist. zweifelnd am eigenen verstand macht man sie auf und schaut auf eine fensterdichtung, die dort im grass liegt. einen ungläubigen blick zum hinteren fenster später wird einem klar, was hier passiert ist. ein kleiner, mieser, höchstwahrscheinlich impotenter arsch (!) hat mein hinteres seitenfenster entfernt, um mir sage und schreibe 1,50 euro aus der kleingeldablage zu klauen. nicht mal mein schönes sony-radio wurde angerührt. auch wurden meine cds durchwühlt und aufgrund eines miesen musikgeschmacks (wessen lasse ich offen) zurückgelassen.

ich rufe also die 110 an und jammere ganz furchtbar.  der freund und helfer erklärt ich müsse zur polizeistation kommen. wo die denn in J. sei frage ich. man sagt mir die straße. die sagt mir nichts, da ich erst vor 2 monaten hier her gezogen bin. mit dem knappen hinweis, dass ich richtung krankenhaus müsse wendet man sich wichtigeren straftaten zu. der versuch den freund anzurufen, um zumindest die richtung zu erfahren in die man muss, scheitert an der badewanne. in dieser weilte er nämlich leider ohne sein handy. (wie kann man das denn bitte auch machen? *schimpf*)

nebenbei muss man auch dem arbeitgeber bescheid sagen, dass man am 2. tag erstmal verspätet auf arbeit erscheinen wird. dumm, wenn man die nummer nicht hat. warum sollte man auch. ein hoch auf die eigene dummheit! also die auskunft anrufen und nummer eruieren.  dort anrufen und feststellen, dass dort keiner arbeitet, ähm ran geht. also doch erst freund und helfer suchen. auf der irrfahrt in die FALSCHE richtung erreiche ich endlich auch meinen freund, der mich heil zur polizei leitet. dort angekommen erfahre ich, dass man auch dort noch nicht arbeitet. so ne halbe stunde würde es schon dauern. naja, ich hab ja zeit und will mir die gelegenheit meine erste anzeige zu erstatten nicht einfach so entgehen lassen. also warten und weiter den arbeitgeber anrufen. dem dann nach geschätzten 20 versuchen erklären, dass man bei der polizei ist, weil einem das auto aufgebrochen wurde und man später kommen wird. dann wollte ich zur beruhigung der nerven eine zigarette rauchen. und was passiert natürlich just in diesem moment. der freund und helfer erscheint um die anzeige aufzunehmen. also kippe wieder weg und losjammern.

die aussage, dass das zur zeit reihenweise vorkommt, beruhigt mich jetzt nur bedingt, aber immerhin habe ich eine anzeige wegen: (achtung zitat!) besonders schwerem fall des diebstahls in/aus kraftfahrzeigen, gestellt. man erinnere sich an die 1,50 euro.

nachdem das erledigt war stellte sich noch das problem, dass da ein verdammt großes loch in meinem auto war. als werbeopfer suchte ich also *peep*glass auf, um dieses loch verschwinden zu lassen. dort schaute man sich mit großen augen meine liebvoll eingesammelten einzelteile an und meinte, das müsse ja fast ein kollege gewesen sein, so professionell wie das ausgebaut wurde.

also glück im unglück. man konnte dichtring und scheibe wiederverwenden. der spass hat mich 40 euro und ein paar jahre lebenszeit gekostet. aber immerhin haben sie mein auto innen gesaugt und die fenster geputzt. mit 2 stunden verspätung erschien ich auf arbeit und habe mir jetzt einen anderen platz zum parken gesucht.

deutsch für anfänger

•September 20, 2009 • 2 Kommentare

gerade fiel mir ein dialog wieder ein, den ich einfach mal festhalten muss.

person a sagt einen nicht mehr überlieferten satz, der das wort „frühs“ beinhaltet (sinngemäß: frühs bin ich immer elend müde).
person b: das wort frühs gibt es nicht.
a: warum sollte es das nicht geben?
b: weil es auch kein späts gibt.
a: aber es gibt abends.
b: ja es gibt schließlich auch morgens.

augen zu

•September 14, 2009 • 1 Kommentar

mieze-katzen-content

•September 2, 2009 • Kommentar schreiben

mir wurde das herz gebrochen! sie war soooo verdammt zauberhaft und ich wollte sie doch unbedingt in meine tasche stecken und einfach mitnehmen. aber ich durfte nicht. die besitzerin wollte sie  nicht hergeben *hier bitte einen empörten verständnislosen blick denken*

das ist ja so fuchtbar gemein. wer könnte dieser kleinen schönheit denn schon widerstehen?

SteffisMiez1k

SteffisMiez2k

enttäuschung

•August 28, 2009 • Kommentar schreiben

enttaeuschung

da verrennt man sich in die vorstellung „es muss doch einfach mal alles klappen“. und siehe da das leben kommt und rückt einem den kopf wieder grade. es klappt nicht. und nichts als wut und enttäuschung bleiben als fader beigeschmack zurück. die zu vielen zigaretten und auch alkohol wollen es einfach nicht besser machen. so bleibt nur weinen, aufstehen und weiter machen. wieder anlauf nehmen und eben beim zweiten mal den graben überspringen.

regen

•August 18, 2009 • 2 Kommentare

sie sah zum himmel und erkannte, dass sie es nicht schaffen würde trocken nach hause zu kommen. dicke wolken zogen sich zu einer grauen masse zusammen, die das letzte licht der sonne zu verschlucken schien. schon landete der erste tropfen mit einem leisen *patsch* auf ihrer stirn. mit dem handrücken fuhr sie darüber und beschleunigte ihre schritte um doch noch halbwegs trocken zu bleiben. innerlich ärgerte sie sich, dass sie keinen schirm mitgenommen hatte. aus den gelegentlichen tropfen war inzwischen ein gleichmäßiger regen geworden, dessen prasseln die geräusche der straße verblassen ließ. sie sah sich nach einer möglichkeit um sich unter zu stellen, doch weit und breit bot sich nichts an. ihre langen blonden haare wurden schwer von der nässe und die ersten tropfen liefen ihr über die stirn. einer verirrte sich gar über den nasenrücken und tropfte von ihrer nase auf den gehweg. erneut fuhr sie mit den handrücken durch das gesicht und zog den kopf ein. in dieser leicht gebückten haltung ging sie die straße entlang und ärgerte sich über ihre nasse kleidung, die inzwischen began am körper zu kleben. sie hörte noch wie von hinten ein auto heran brauste, als sie schon von einem großen schwall wasser getroffen wurde, der wie eine fontäne von der straße heraufgeschossen kam. beinah entsetzt sah sie auto nach, unfähig zu reagieren. sie sah an sich hinab und bewegte die zehen in den durchweichten schuhen um das leise *quitsch*quatsch* darin zu hören. resignierend machte sie kehrt und ging die 20 meter zurück zu einem kleinen park. eher eine größere grünfläche mit ein paar bäumen und bänken. sie setzte sich auf eine bank und als sie sich anlehnte verzog sie kurz das gesicht, weil der nasse stoff  des shirts sich an ihren rücken presste. mit geschlossenen augen saß sie so einige minuten und ließ den regen auf ihr gesicht, ihren hals und ihren ganzen körper prasseln. es waren große tropfen, wie bei einem gewitterregen. jedoch gab es keinen sturm. kein lüftchen zog an ihren sachen. langsam öffnete sie die augen um festzustellen, dass es inzwischen beinah dunkel war. der regen lief noch immer über ihr gesicht und hatte das makeup und den mascara verwaschen. überall auf den wegen hatten sich pfützen gebildet. jeder tropfen erzeugte kleine wellen, die sich gegenseitig schnitten und das wenige licht blinkend reflektierten. durch das leise prasseln hörte sie schritte, die sich näherten. sie waren für das wetter untypisch langsam, was sie neugierig machte. sie sah auf und kniff die augen zusammen um besser erkennen zu können wer da kam. ein alter mann mit einem schwarzen schirm lief allein durch den park und auf sie zu. als er sie ansah senkte sie beschämt den blick und griff automatisch nach ihrer tasche. aus dem augenwinkel verfolgte sie wie er näher kam und sich neben sie setzte. sie widerstand dem inneren impuls aufzuspringen oder zumindest weg zu rücken. mit einem mal spürte sie den regen nicht mehr und stellte beim blick nach oben fest, dass er den schirm über sie beide hielt. ein kleines lächeln huschte über ihr gesicht und sie nickte dem mann stumm zu. er nickte zurück und blickte dann einfach gedankenverloren geradeaus. so saßen sie dort. auf einer bank im regen unter einem schirm. als die laternen angingen stand er auf, lächelte sie an und sagte mit einer beinah zu jung klingenden stimme: „danke“. sie erwiderte ein wissendes nicken.

Vogel-Content

•August 8, 2009 • 1 Kommentar

so endlich hab ich mich dazu aufgerafft die fotos auf den schleppi zu packen und notdürftig zu bearbeiten. und es lockt mich ja schon von anfang an den berühmt berüchtigten satz zu schreiben. ja genau den. ich bin gut zu Vögeln. denn ich bin oder besser war es. inzwischen sind die kleinen nämlich schon flügge und haben ihr nest verlassen.

also die kleinen viecher sind geschlüpft. und das auch noch völlig lautlos. ich hatte zwischenzeitlich angst, dass mit ihnen etwas nicht stimmen könnte, weil sie völlig still in ihrem nest lagen und auch nicht sonderlich gut aussahen. zumindest kindchenschema ist etwas anderes.

Babyvoegel

sie wurden aber fleißig von mama:

Mama

und papa:

Papa

besucht und sahen nach ein paar tagen dann so aus:

PaarTageAlt

Irgendwann waren sie dann groß genug und sie begannen mit recht leisem piepsen die kleinen hungerigen schnäbelchen aus dem nest zu strecken, wenn es etwas zu futtern geben sollte. Hier mit der mama mit im nest.

Schnaebelchen

Schaebelchen2

sie wurden auch immer größer, fedriger und mutiger und lugten frech über den rand hinaus um sich die welt schonmal vorab anzusehen.

RausGucken

und nun das letzte bild, das ich von ihnen machen konnte.

LetztesBild

sie wurden immer plüschiger, mopsiger und vor allem größer. circa 2 wochen nach dem sie geschlüpft sind habe ich das letzte Vogeljunge aus dem nest fliegen sehen. wobei fliegen sicherlich übertrieben wäre. das war eher fallen und geschickt aufkommen. leider auf der straße, so dass es so aussah, als müsste noch eine größere rettungaktion folgen, mit 2-3 gekonnten hüpfern entkam der kleine dem nahenden auto und ich hab sie nie wieder gesehen.

allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass wenn es draußen piepst und zwitschert es meine kleinen sind.

vogel update

•Juli 22, 2009 • 1 Kommentar

sie sind geschlüpft!!! *freu*

nach anfänglicher angst es könnte mit ihnen etwas nicht stimmen, weil sie reglos im nest lagen, habe endlich die ersten hungrigen schnäbelchen aus dem nest gucken sehen.  noch sind sie leise, aber ich denke sie werden schon noch anfangen richtig rabatz zu machen.

also fühle ich mich jetzt als vogel-patentante *hach mach*

es gibt auch fotos, aber die erst am freitag, weil ich mir dafür etwas zeit nehmen möchte.